Ceviche

Ceviche einfach selbermachen – Rezept

Zu Besuch in Kärnten habe ich mehr Fisch gegessen, als die meiste Zeit hier in Hamburg. Besonders der roh zubereitete Fisch, so wie man ihn aus Peru kennt und der als Ceviche bekannt ist, hat es mir angetan. Ich habe ihn in verschiedenen Varianten in der Stiftsschmiede von Gerhard Satran am Ossiacher See gegessen.

Fisch auf den Tisch – Die Stiftsschmiede Ossiach

Wieder zuhause, habe ich frischen Fisch besorgt und diesen nach verschiedenen Rezepten im Netz und ein wenig nach Gutdünken nachgemacht. Hier ist mein Tipp für die Zubereitung. Es hat ausgezeichnet geschmeckt.

Fisch für Ceviche

Rezept für Ceviche – Zutaten

(als Vorspeise für 4 Personen)

400 – 500 g frischen Fisch – ich habe Kabeljau verwendet
6-8 Limetten
1 – 2 Lauchzwiebeln
Stangensellerie
einige Tomaten
ein Stück frischen Ingwer
1-2 Knoblauchzehen
frischen Koriander
Chiliflocken oder eine frische Chilischote
Salz, Pfeffer

Zubereitung Ceviche

Vorweg: ich habe mich nicht genau an ein Rezept gehalten, sondern verschiedene Vorschläge gelesen und dann festgestellt, dass die Zubereitung ziemlich variiert. Identisch war nur eins: für Ceviche wird der rohe(!) Fisch in frischen Limettensaft eingelegt. Durch diesen Sud, in den der Fisch zur Gänze eingelegt sein muss, gart er. Ihr solltet also immer frische Limetten für dieses Gericht verwenden und keinen fertigen Saft aus der Flasche.

Durch die Dauer des Einlegens, kann ich steuern, wie „gar“ der Fisch am Ende ist. Als Faustregel gilt 20 – 30 Minuten. Dann hat die Ceviche eine angenehme Säure und ist nicht zäh.

Es geht los:

Als erstes habe ich die Limetten auf einem Brett fest gerollt und dann gründlich ausgepresst. Das ergab ein Glas Limettensaft. In dieses habe ich einen kleinen Löffel Chiliflocken eingerührt. Wer mag, kann alternativ fein gehackte, frische Chilischote dafür verwenden.

Die Kabeljau-Filets werden in ca. 1 cm große Würfel geschnitten. Es gehen auch hauchdünne Scheiben oder kleinere Würfel. Das darf jeder für sich selbst entscheiden.

Bitte keine Schale aus Metall verwenden, da das Material sonst möglicherweise mit der Säure reagiert.

Der Fisch wird in einem flachen Gefäß aus Glas oder Porzellan so flach es geht ausgebreitet und mit dem Limettensaft beträufelt. Er sollte gut damit bedeckt sein. Am Ende oder zwischendurch kann der Fisch gesalzen und gepfeffert werden. Beides nach Belieben.

Der eingelegte Fisch kommt in den Kühlschrank. Nach 20 Minuten sollte er spätestens noch einmal leicht gewendet werden. nach ca. 30 Minuten ist er eigentlich fertig.

In der Zwischenzeit putzt man nun das Gemüse und die weiteren Zutaten. Ich habe mich für Tomaten und Selleriestangen entschieden. Weiterhin für Ingwer, Lauchzwiebeln und etwas Knoblauch. Bei den Kräutern darf frischer Koriander nicht fehlen und weil wir frische Minze hatten, habe ich diese auch mit eingeplant.

Die Selleriestangen und Frühlingszwiebeln werden in der sehr dünne Scheiben geschnitten. Die Tomaten habe ich in einer Moulinette grob gehackt und den Ingwer und Knoblauch in sehr sehr kleine Würfel geschnitten.

Als der Fisch so weit durch zu sein schien, habe ich den Limettensaft weitestgehend abgegossen und statt dessen Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer untergemischt. Nach einer kurzen Ruhezeit dann den Rest.

An Salat mit frischen Blüten und garniert mit reichlich frischen Korianderblättern habe ich die Ceviche dann angerichtet.

Bei uns gab es aus nur Salat dazu. Wer mag kann Süßkartoffeln oder Brot dazu reichen. Weißwein oder Bier würde ich als Getränk empfehlen.

Ceviche angerichtet

Ich bin gespannt, ob ihr andere Varianten kennt und freue mich über Nachrichten in den Kommentaren!

Zum Schluß noch ein Vergleichsfoto aus der Stiftsschmiede: so sah die Ceviche bei Meisterkoch Gerhard Satran am Ossiacher See aus. Viel Spaß beim Variieren!

Ceviche Stiftsschmiede Ossiacher See

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Charis
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    Tolles Rezept! Vielleicht sollte ich da mal ranwagen. Roher Fisch, das habe ich mich noch nicht getraut… Liebe Grüße, Bianca

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    Andreas Gottlieb Hempel

    Liebe Charis, danke für Dein Cevicherezept. Gerade hatte ich es selber unabhängig von Deinem Blog zubereitet und zwar mit Grapefruitsaft, der dem Gericht eine zarte Süße verleiht. Als Fisch hatte ich neben gamberini loup de mer und Heilbuttstückchen verwendet. Alles in die ausgehöhlte Pampelmusenhälfte gefüllt und mit Koriander und roten Zwiebelstückchen bedeckt – war nicht schlecht und hat vier Personen gut geschmeckt, die sonst keinen rohen Fisch mögen. Nix suchi!
    Guten Appetit und herzliche Grüße
    Andreas

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