Großglockner Hochalpenstrasse – Eine Einladung zur Schneeräumung

Salzburger Land. Kärnten. Sie ziehen in langen Kurven bergauf, bergab, führen durch Tunnel, an atemberaubenden Ausblicken entlang: die Wege über die Alpen sind spektakulär und alt. Eine der schönsten und bekanntesten Alpenquerungen ist die Großglockner Hochalpenstraße.

Als Mautstraße erschließt sie das Naturschutzgebiet des Nationalpark Hohe Tauern und gewährt Zugang zum höchsten Alpengipfel Österreichs, dem Großglockner (3798 m), nebst der darunter liegenden Pasterze.

Sicherheit und Fahrspaß

Bequem im Fahrzeug hat man die Möglichkeit, sich einer sonst schwer zugänglichen Natur zu nähern, Tiere zu beobachten und Naturgewalten zu bestaunen.

Entlang der Straße reihen sich zahlreiche Haltemöglichkeiten, auf denen der Reisende sich anhand von Informationstafeln einen Überblick über umliegende Alpengipfel verschaffen kann.

Wer gerne Auto im Gebirge fährt, dem bietet sich auf den endlosen Serpentinen kilometerlanger Fahrspaß. Aber auch alle anderen müssen sich nicht sorgen: die Großglockner Hochalpenstraße ist auch für weniger geübte Fahrer durchaus ohne größere Anstrengungen passierbar.

Weil alle aufeinander Rücksicht nehmen, ist die Straße auch für Mountainbiker gut zu passieren. Sie schrauben sich Meter für Meter die Berge hinauf. Tauschen möchte man (möchte ich) nicht… Nervig wird die Fahrt an Schönwettertagen oder zwischen Reisebussen. Dann kann es schon mal passieren, dass die Geduld einzelner Fahrer auf eine harte Probe gestellt wird, denn eines sollte man tunlichst unterlassen: rasen und an anderen mit überhöhter Geschwindigkeit vorbeiziehen.

An vielen Kurven und Kehren sind Schilder mit Standortbezeichnungen und Höhenmarkierungen angebracht, sodass man nahezu immer weiß, wo man sich gerade befindet.  Durch die extremen Wetterbedingungen verwittern sie schnell und müssen entweder in den Wintermonaten eingeholt oder eben sehr  oft erneuert werden.

Der Natur ganz nah

Das Nationalparkgebiet Hohetauern rund um den Großglockner ist Heimat von Murmeltieren, Steinböcken und anderen alpinen Tierarten. Statt der im Gebirge oftmals üblichen „Achtung Steinschlag“-Schilder, gibt es deshalb an der Großglockner Hochalpenstraße Schilder, die auf das Vorkommen dieser Spezies hinweisen. Mit etwas Geduld und Beobachtungsgeschick kann man so ganz gewiss auch Murmeltiere entdecken. Es empfiehlt sich auf ein leichtes Pfeifen zu achten, mit dem die Tiere untereinander kommunizieren.

Die Großglockner Hochalpenstraße ist durch ihre geografische Lage keine normale Durchgangsstraße. Sie wurde 1935  eröffnet und seitdem ist die Großglockner Hochalpenstraße alljährlich in den Sommermonaten befahrbar. Um eine Saison von Anfang Mai bis in den November hinein zu ermöglichen, sind immer wieder Schneeräumungen nötig. Der Winter dauert lang und kehrt oft und früh wieder zurück.

Wer die Großglockner Hochalpenstraße  befährt, wird auf den Parkbuchten immer wieder schweres Gerät entdecken. Diese blauen Schneefräsen, die für Sommertouristen nicht mehr als Schaumaterial am Wegesrand darstellen, heißen Wallack und sind die Grundlage dafür, dass die Straße überhaupt geräumt werden kann. Da der Schnee fast zu jeder Jahreszeit zumindest temporär wiederkommen kann, verbleiben die Wallacks gleich am Einsatzort. Eine Fahrt ins Tal macht keinen Sinn.

– Wer die Großglockner Hochalpenstraße fährt, sollte in jedem Fall die „Kaiser Franz Josef-Höhe“ ansteuern. Dort gibt es vor dem Nationalparkzentrum einen großen Parkplatz und mit etwas Glück (bei passendem Wetter) kann man einen Blick auf den Großglockner, Gletscher und die Pasterze erhaschen.

Auf meinen Fahrten war das Wetter immer etwas durchwachsen mit kurzen sonnigen Abschnitten. Immerhin: für einen kurzen Blick auf den Fast-Viertausender hat es gereicht. Ein großartiges Schauspiel.

Großglockner
Großglockner

 


Disclaimer: Das Salzburgerland Magazin hat eine Einladung zur Schneeräumung formuliert. (April 2013)  Ein Blogger soll die Möglichkeit haben,  dem Schauspiel des diesjährigen Durchstichs beiwohnen zu dürfen. Die Besonderheit besteht darin, dass diesem Schauspiel jedes Jahr nur ein Hand voll Personen beiwohnen dürfen.  Dies ist meine Bewerbung. Drückt mir bitte die Daumen.


NACHTRAG – 24.04.2013

Ich habe gewonnen! Bald mehr darüber hier im Blog. Ganz vielen Dank, allen die die Daumen gedrückt haben.  Ich bin sehr sehr aufgeregt und freue mich riesig.

→ Schneeräumung am Großglockner – Durchstich 2013 ←

Großglockner -Hase: Hals und Beinbruch

 

Charis
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    Zum Großglockner möchten wir als Familie reisen. Meinen Dank für den Tipp zum Nationalpark! Die Reise verspricht ja interessant zu sein, denn die Rückfahrt läuft durch die andere Route, durch Kitzbühel, wo meine Studienfreundin lebt. Da kann man in Ruhe im Restaurant alle Neuigkeiten besprechen und die Eindrücke austauschen. Sie planen in die Schweizerischen Alpen. Mal sehen, was daraus kommt.

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    grats! du hast dir das am ehesten verdient, da dein blogbeitrag der beste is. du hast dir am meisten mühe gemacht und das haben die wohl auch gesehen :D

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    Michaela

    Hammer Charis. Viel Spass :)

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