Andreas Gottlieb Hempel - by Peter Breuer

Knottnkino im Meraner Land – Naturfilm für Bergfreunde

Das Meraner Land bietet eine Vielzahl an Wandermöglichkeiten mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Eine angenehme Tageswanderung, die generationsübergreifend unternommen werden kann, ist der Ausflug von Burgstall mit der Seilbahn nach Vöran. Von hier aus wandert man zu Fuß zum Knottnkino, welches auf einem Felsen (südtirolerisch Knottn) liegt. Von hier ist der Ausblick auf das Tal und die umliegenden Berge fantastisch.

Die im Jahr 2000 von dem Rittener Künstler Franz Messner angelegten Freiluft-Sitzplätze sind ein echter Geheimtipp für Südtirol-Besucher und bieten dem Wanderer neben unterschiedlichen Zugangsmöglichkeiten herrliche Aussichten auf die umliegenden Berge der Texelgruppe und auf das Etschtal. Dreißig Sitze aus Edelstahl und Kastanienholz, angeordnet wie Kinobestuhlung, laden zum Verweilen und Genießen ein.

Rundwanderung Knottnkino Meraner Land

Knottnkino – Das Freiluftkino für Bergfreunde

Der Ausflug startet an der Seilbahnstation in Burgstall. Hier gibt es ausreichend Parkplätze und ein kleine führerlose Gondel bringt jeweils zwölf Personen oder zwei Mountainbiker mit ihren Rädern hinauf nach Vöran. Mit dieser Auffahrt spart man einiges an Zeit, denn der Bergort Vöran im Meraner Land ist zwar anders erreichbar, aber die Anfahrt umständlich und die Seilbahnfahrt ist ein schöner Auftakt, bei dem man sich einen guten Überblick über Lage und Umgebung machen kann.

Informationen zur Seilbahn Burgstall-Vöran

Direkt vor der Seilbahnstation findet sich eine große Wanderkarte, auf der man sich einen letzten Überblick über die Tour verschaffen kann. Außerdem liegen Karten der Umgebung aus, auf dem die verschiedenen Routen recht gut verzeichnet sind.

Viele Wege führen zum Knottnkino

In Vöran passiert man die kleine Dorfkirche. Dann teilen sich die Wege. Wir sind altersmäßig an diesem Tag sehr breit aufgestellt – zwischen Jugend und Rentenalter – und entscheiden uns für eine Mischung aus Wanderweg und Straße.  Es geht zügig voran und schon bald kehren wir bei strahlendem Sonnenschein auf ein Getränk im Eggenhof ein.

Rast machen im Bauernhof Eggenhof

Der Eggenhof ist dem Verbund Roter Hahn angeschlossen, einem Zusammenschluß besonderer Südtiroler Bauernhöfe, die Übernachtungen anbieten. Hier kann, wer mag, essen und über Nacht bleiben. Wir haben ein Picknick dabei und entscheiden uns daher nur für Getränke.

Weiter geht es an Wald- und Wiesenrändern. Mal schattig, mal sonnig, vorbei an Bergbauernhöfen bis hinauf zu einem größeren Waldstück. Jetzt, kurz vor unserem Ziel dem Knottnkino, kommt ein Stück, das etwas beschwerlicher im Anstieg ist. Trotz allem bleibt der Anspruch an die Wanderer leicht.

Knottnkino Wegweiser
Knottnkino Wegweiser

Als wir das Knottnkino erreichen, scheint die Mittagssonne auf uns herab und unter uns breiten sich malerisch Etschtal und Meraner Land aus. Auf der gegenüberliegenden Seite schauen wir ins Ultental, links ist Bozen zu sehen, rechts Meran. Eine Traumaussicht. Das eigentlich Ungewöhnliche sind jedoch die Stühle, die auf dem, in warmen Rottönen leuchtenden, Fels wie ein Kinosaal angeordnet sind.

Wir stromern umher oder machen es wie unser Begleiter Andreas, der erst einmal einen Südtiroler Wein aus dem Rucksack zieht und ein Gläschen leert. Das ist Südtiroler Lebensqualität in ihrer schönsten Form.

 

Keine Wanderung ohne Picknick

Noch eine ganze Weile genießen wir die Aussicht, chillen auf den Klappsitzen in der warmen Frühlingssonne und ziehen uns dann an einen zurückliegenden großen Picknicktisch zurück. Hier kann man herrlich tafeln. Wir haben frisch gebackenes Bauernbrot, aromatischen Ziegenkäse vom Baschtelehof aus dem Ultental und Südtiroler Speck dabei.

 

Eine Stunde später wandern wir über Wiesen und Wälder auf einer anderen Route nach Vöran zurück. Eine der letzten Bahnen fährt uns gegen 18.00 Uhr zurück ins Tal.

Wer Urlaub im Meraner Land macht, sollte sich die Wanderung zum Knottnkino als lohnenden und aussichtsreichen Tagesausflug merken. Mit passender Kleidung kann er auch an einem weniger sonnigen Tag gelingen.

 

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Charis
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  1. Sensationell!!

    Wie oft bin ich dort schon vorbeigefahren, habe mich immer gewundert, was es sich mit dem „Knottenkino“ auf sich hat (Kennst Du Deine Heimat?) – nun bin ich wieder schlauer ;-)

    Herzlichen Dank für Deinen Bericht!!

    Grüsse aus dem Vinschgau,
    Jürgen

    • Das freut mich sehr zu lesen. Es ist wirklich ungewöhnlich und ich wusste bevor ich da war auch nicht so richtig, was das eigentlich sein soll. Liebe Grüße aus Hamburg

  2. Der Dank gilt vielmehr Dir, liebe Charis und Deiner Familie, mit der wir diesen herrlichen Tag genießen konnten – da bekommt der Beruf eines Genussbotschafters erst seinen wortwörtlichen Sinn. Schöne Beschreibung – hoffentlich machen das viele nach!
    Herzlichst
    Andreas

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