Salat mit Muskatkürbis und Preiselbeeren

Rezept | Muskatkürbis mit Speck und Salat

Dieser Salat passt sehr gut in den Herbst, kann aber auch ganzjährig gegessen werden. Er ist einfach zuzubereiten und wenn man den Speck weglässt auch für Vegetarier und Fleischesser gleichermaßen geeignet. – Das Rezept ist in Abwandlung dem Buch „Die neue Alpenküche" von Hans Gerlach entnommen.

Als ich Anfang Oktober in den Tiroler Bergen unterwegs war, wohnte ich in einem gemütlichen Chalet inmitten des Stubaitals. Es war eines der Stubaier Gletscher Chalets, die etwas abgelegen und einsam im Dorf Ranalt auf dem Weg von Neustift zur Mutterbergalm liegen.

Gletscher-Chalet Stubai

Das Luxuriöse an diesen Ferienhäusern ist, dass sie neben großer Abgeschiedenheit und Intimsphäre sehr gut ausgestattet sind. Eine voll ausgestattete Küche mit uriger Sitzecke, teilweise eine Privatsauna, geräumige Schlafzimmer mit kuscheligen Decken und Kissen und eine zusätzliche Sofaecke zum Lesen und Chillen steht in den durch viel Holz geprägten Ferienhäusern bereit.
Gäste wandern vor der Tür direkt hinauf in die Berge, kommen am Nachmittag erschöpft, aber glücklich zurück und haben dann meist einen Bärenhunger.

Perfekt, um dann etwas Gutes zu kochen, in die Sauna zu gehen oder einfach so den Abend verstreichen zu lassen.
Für meinen eigenen Besuch hatte ich das Buch „Die neue Alpenküche“ von Hans Gerlach mitgebracht (vorgestellt bereits hier) und unterwegs die erforderlichen Zutaten eingekauft. Absichtlich habe ich ein Rezept gewählt, was gut in den Herbst passt und für welches ich nicht sonderlich viel Zeit benötigen würde. Von Lea, der Wirtin der Geltscher-Chalets bekam ich  Tiroler Speck, den ihre Großmutter selbst geräuchert hat. Darüber habe ich mich ganz besonders gefreut.

Das Original-Rezept aus dem Buch habe ich leicht abgewandelt, weil sich manches nicht lohnte extra einzukaufen oder anderes schneller zu bekommen war. Hier lest ihr also eine Variation des Rezepts. Das Original: im Buch.

Es wurde ein köstliches Abendessen, passend zur Jahreszeit und ohne jeglichen Stress.

Blick ins abendliche Gletscher Chalet

Marinierter Muskatkürbis, Tiroler Speck, Salat und Kürbiskerne

Zutaten

500g Muskatkürbis
4 EL Zitronensaft oder Essig
4 EL Kürbiskerne
3 Thymianzweige
Olivenöl
3 EL Preiselbeerkompott aus dem Glas
2 EL Steirisches Kürbiskernöl
Bunten Pflücksalat, Feldsalat oder Portulak
Tiroler Speck, Südtiroler Speck, gute Salami o.ä. nach Belieben

Zutaten - Salat aus Muskatkürbis mit Kürbiskernen und Tiroler Speck

Zubereitung

Bei der Zubereitung ist zu beachten, dass das Gericht besser schmeckt, wenn man den Kürbis eine ganze Weile vorher zubereitet, damit er noch genügend Zeit hat gut durchzuziehen. Minimum sind 15-20 Minuten! 

Der Muskatkürbis wird geschält, vom Kernen und losen Fäden im Inneren befreit und mit einem Hobel oder Messer (schwieriger) in hauchdünne Scheiben geschnitten. Am besten schmeckt es, wenn sich diese wie dünne Blätter um den Finger wickeln lassen.

Den hauchdünn gehobelten Kürbis mit 2 EL Zitronensaft marinieren, nach Belieben salzen und pfeffern, mehrfach gründlich wenden und möglichst lange darin ziehen lassen.

Zwischenzeitlich den grünen Salat waschen und auf einem Teller ein Salatbeet anrichten.

In einer Eisenpfanne die Kürbiskerne in wenig Öl anrösten, bis sie zu springen beginnen. (Vorsicht: Knallt ein wenig.)

3 EL Preiselbeerkonfitüre mit 2 EL Zitronensaft oder Essig, abgezupftem Thymian, Salz, Pfeffer und dem Steirischen Kürbiskernöl verrühren.

Den Salat leicht salzen und etwas von der Marinade darauf verteilen. Die nun durchgezogenen Kürbisstreifen mittig auf dem Salat anrichten und mit der Marinade aus Preiselbeeren und den gerösteten Kürbiskernen bestreuen.

Ganz am Ende drapiert man den Tiroler Speck in dünnen Scheiben darüber. Dazu schmeckt ein kräftiges Tiroler Bauernbrot am besten und natürlich ein Glas Wein, ob Rot- oder Weißwein ist dem persönlichen Geschmack überlassen.

 

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Charis
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  1. Avatar
    Hans-Peter W.

    Wurde der Kürbis vorher blanchiert?
    Hans-Peter

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