Pflaumen-Powidl oder Zwetschkenmus – Rezept

Rezept für Zwetschkenmus – Pflaumenmus – Powidl

Ein kalter Wintertag, ein langer Spaziergang, eine Hütte, endlich und dann serviert der Wirt oder die Wirtin einen Germknödel in dessen Kern sich diese süße unwiderstehlich köstlich dunkle Masse befindet: Powidl! Wer des einmal probiert hat, möchte es immer wieder essen und weil es gar nicht so schwierig ist eine leichte Abwandlung dieses österreichischen Klassikers einzukochen, gibt es hier das Rezept.

Zwetschge, Zwetsche der vielleicht doch lieber Zwetschke? Allein die variantenreichen Bezeichnungen für diese Unterart der Pflaume sind verwirrend. Und so vielfältig, wie sich der Name dieser prallen violetten Früchte mit ihrem saftigen gelben Fruchtfleisch gestaltet, ist auch ihre Verwendungsmöglichkeit. Dieses Rezept beschreibt eine Mischform zwischen Pflaumenmus und Powidl, dass unter anderem zu Joghurt, Palatschinken, Müsli oder anderen Mehlspeisen gegessen werden kann, aber eben, wie oben beschrieben, auch als Füllung für einen Germknödel durchgehen würde.

Wichtig ist, dass sich im Haushalt ein guter Schmortopf oder eine Kasserolle befindet, denn die Pflaumen müssen für mehrere Stunden im Ofenrohr garen.

Um das Zwetschkenmus zu kochen, werden  neben ein paar alltäglichen Zutaten und Gewürzen vor allem frische und saftige Pflaumen benötigt. Die Zubereitung ist vergleichsweise leicht.

Das fertige Mus wird in heiß ausgespülte Gläser gefüllt und obwohl kein Zucker hinzugefügt wird, kann sich dieses „Powidl“ im Glas bis zu einem Jahr halten. Wer einen großen Pflaumenbaum im Garten hat, kann sich also durchaus einen ordentlichen Wintervorrat damit anlegen und muss die Früchte nicht nur zum Kuchen backen verwenden.

Frische Pflaumen
Frische Pflaumen

Zutaten für Pflaumen- oder Zwetschkenmus

Mit diesem Rezept erhaltet ihr etwa 5 Gläser mit 200 bis 250 ml Fassungsvermögen.

Weil in diesem Rezept kein Geliermittel verwendet wird, ist das Pflaumenmus vegetarisch und vegan.

2 kg frische saftige Zwetschken
125 – 150 g getrocknete Pflaumen (Wer keine hat: Aprikosen gehen auch.)
150 ml Weißwein
Nach Geschmack Zimt, Nelken, Vanille

Zubereitung

Die Pflaumen werden gründlich gewaschen und entkernt. Schadhafte Stellen müssen ausgeschnitten werden. Das gleiche gilt für kleine schlanke Naturfreunde, die sich besonders gern in Pflaumen einen dicken Bauch anfressen. Raus damit!

Die halbierten Pflaumen in einem großen Topf mit den Trockenfrüchten, dem Wein und Gewürzen zum Kochen bringen. Es ist wirklich nicht notwendig zusätzlichen Zucker hinzuzufügen. Lasst das einfach weg. Die Fruchtsüße reicht aus. Etwa eine Viertelstunde bis 20 Minuten köcheln, dann vom Herd nehmen.

Flüssigkeit abgießen und auffangen. Mit einem Pürierstab die restliche Masse mixen. Wer es stückiger mag, müsste darauf verzichten. Dann ist es aber ratsam im Vorfeld Trockenobst und  Zwetschken kleiner zu schneiden.

Die aufgefangene Flüssigkeit kurz in einem Topf aufkochen und so lange rühren, bis sich eine sirupartige Konsistenz erkennen lässt.

Den Backofen vorheizen auf ca. 160 °C. Die Masse in eine Kasserolle oder in einen Bräter füllen, die eingekochte Flüssigkeit hinzu. In das Ofenrohr geben.

Nun alle halbe Stunde kurz umrühren und ansonsten die drei Stunden abwarten bis sich das Mus immer mehr verdickt.

Gläser mit heißem Wasser ausspülen, Zwetschkenmus noch heiß in die Gläser füllen und auf dem Kopf stehend auskühlen lassen.

Und für alle, die es doch lieber Original wollen. Das schließt allerdings ein, dass auch keine Mengenangaben vorhanden sind.

POWIDL nach Die österreichische Küche (Marie von Rokitansky), Innsbruck 1897

Die sehr reifen Zwetschken werden entkernt und ganz ohne Zucker oder einer anderen Beigabe in einem großen, flachen Geschirre anfangs auf starker, dann auf gelinder Hitze, dick und dunkel eingekocht. Dabei muss man sie fleißig aufrühren und sich die Hand mit einem Tuche oder Handschuhen schützen, da sie sehr stark spritzen. Bei großen Massen kocht man das Mus aus diesem Grunde im Freien in einem Kessel.

Wenn es fest geworden ist, füllt man es in glasierte, irdene oder in Steintöpfe, streicht es sehr glatt und gleich und gibt, wenn es erkaltet ist, ein in Rum getränktes Blatt Papier darauf und verbindet luftdicht den Topf.

Genauso lässt sich Kirsch-Powidl zubereiten. Hierzu verwendet man entkernte schwarze Kirschen und fügt etwas Zucker hinzu.

Alternative: Aprikosenmus ohne Zucker

Aprikosenmus (Marille) ohne Zucker | Einfaches Rezept

Teile diesen Beitrag
Charis
Follow me
  1. Avatar
    katharina

    Wow!!!! Ich liebe es! Wirklich der leckerste Aufstrich den ich je probiert habe! Meine Familie liebt es auch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.